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Du befindest dich in der Kategorie: Pflege trifft auf Rettungsdienst

Montag, 25. April 2011
Krampfanfall die Zweite
Von 24hAltenpflege, 21:14

In meinem letzten Dienst hatte ich einen Bewohner mit Krampfanfall, der sehr einseitig verlief. Es war fast nur die eine Körperhälfte betroffen.

Meine junge Kollegin kam auf mich zu und meinte "Bewohner X zuckt so seltsam mit der rechten Körperhälfte", ich bin dann mit ihr hin und fand oben beschriebenes vor.
Bereits in einen meinen Nächten hatte dieser Bewohner gekrampft, also wählte ich gleich die 112 und alarmierte den Rettungsdienst.
Nach ca. 5 Minuten traf die RTW Besatzung ein und nach weiteren zwei Minuten das NEF.
Nach dem ich übergeben hatte, wie das befinden des Bewohners sonst ist, kümmerte ich mich um die Vorsorgevollmacht und somit auch die Patientenverfügung und den letzten KH Bericht.
Der Notarzt sorgte für die Entkrampfung des Bewohners mit Tavor, Dornicum und Magnesium und anschließend sahen wir alle von einem erneuten und unnötigen Krankenhausaufenthalt ab.
Der Bewohner ist hochbetagt und möchte auch keine Lebensverlängernden Maßnahmen, was man nur zu gut verstehen kann.
Ich nahm den Doktor dann mit ins Dienstzimmer, wo er den Bericht schrieb und einen Durchschlag da ließ.
Ich machte während dessen gleich einen Eintrag in OPAS über den Krampfanfall und die Maßnahmen des Notarztes.
Anscheinend war der Dr. von meiner Tippgeschwindigkeit angetan und auch schwindelig, denn er meinte, ich käme wohl nicht von dieser Welt.
Erwähnenswert ist noch, dass ich mehr als einmal von ihm und den RD Kollegen gelobt worden bin für die super Übergabe.
Dann sind sie abgerückt, aber es wurde der Hinweis gegeben, sobald sich der Zustand wieder verschlechtert sofort die 112 wieder anzurufen. Gerne doch ;).
Und wie geht es dem Bewohner?
Er schlief den ganzen Vormittag, ich machte ihn kurz vorm Mittag noch frisch und er schlief weiter. Entspannt und ruhig.
Danke @ Dr. und RDler für die super Zusammenarbeit.

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Dienstag, 30. Juni 2009
Mobilisation von Bewohnern
Von 24hAltenpflege, 15:15

Ich hatte heute einen angemeldeten Krankentransport von unserer Einrichtung zum Röntgen in eine am KH angeschlossene Radiologische Praxis und wieder Retour zu uns.

Sorry, ich habe echt eine Hochachtung vor dem Job der Rettungsassistenten, aber ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich meine Arbeit zu erledigen habe!

Die beiden RA`s kamen pünktlich, ich übergab ihnen die Verordnung für die Krankenbeförderung, ein Fax der Krankenkasse mit der Bestättigung der Kostenübernahme und die Überweisung zur Radiologie.

1. war die Verordnung nicht richtig ausgefüllt, wir sollten doch bitte das nächste mal den Arzt darauf hinweisen.
Kann ich gerne machen, dass interessiert nur niemanden und wird weiterhin falsch ausgefüllt.

2. machte ich auf Nachfrage eine kurze Übergabe: "Bew. hat seit einem Sturz in der Fußgängerzone vor einer guten Wochen, Schmerzen in der Hüfte und Oberschenkel. Die Bew. war zum Röntgen im KH und wurde auf eigenem Wunsch hin noch am selben Tag entlassen. Seit dem hat sie starke Schmerzen, erhält Analgetika und geht nicht mehr am Rollator" - RA: "Fast zwei Wochen nicht gelaufen, ihr müsst sie mobilisiern!"  - "Sie kann kaum auftreten, die KG berichtet das gleiche."

Sie wurde dann umgelegt, auf die Trage, und ins KH gebracht.

Zwei Stunden später kommen die beiden mit der Bew. wieder:

1. "Ihr müsst die Bew. zum Röntgen anmelden!" - "Sorry, dass höre ich heute zum ersten Mal. Das war mir bislang nicht bekannt"

2. "Ihr müsst die Bew. mobilisiern!" - Wenn die Bew. dieses jedoch ablehnt, sind mir die Hände gebunden. Den gegen den Bew. dürfen wir nicht arbeiten, wir müssen es halt nur dokumentieren.

Als die beiden weg sind, sehe ich mir den Arztbrief an. Ich schüttele nur den Kopf.
Die zwei sind doch tatsächlich mit der Bew. zur Ambulanz gefahren, obwohl ich noch gesagt habe, dass sie zur Radiologischen Praxis soll.

Das Ende der Geschichte war aber, dass der Hausarzt noch zur Visite kam.
Auf die Mobilisation hin meinte der Doc: "Da wird wohl nur eine OP helfen und ob das die Bew, will??? Man muss sehen, ob sie Ende Juli immer noch Rollstuhlbedürftig ist. Wenn sie nicht laufen kann, wegen der Schmerzen, dann ist das so. Sie können sie ja nicht zwingen!!!"

 Wirklich, so geärgert habe ich mich selten über Kommentare vom Rettungsdienstfachpersonal.
Da sieht man mal wieder, dass einige meinen, wir Pflegerinnen haben nichts auf den Kasten und keine Ahnung von nichts. Und das finde ich so erschreckend und es macht mich einfach nur noch sauer und traurig.

Und nun habe ich keine Lust mehr, irgend etwas zu schreiben.
Herzliche Grüsse
die Blutgräfin

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Dienstag, 31. März 2009
Eine Bitte!
Von 24hAltenpflege, 21:01

Ich habe da mal ein Anliegen.
Folgende Situation schilderten die Kolleginnen des unteren Wohnbereiches:

- Bew. wurde mit RTW von der Dialyse zurück ins Haus gebracht
- Bew. hat MRSA - Schutzkleidung ist pflicht
- Kollegin des Wohnbereiches war alleine und darf aus gesundheitlichen Gründen nicht mit zu der Bew.
- Rettungsassisten legen die Bew. alleine im Zimmer um auf ihr Bett
- Rettungsassisten gehen
- Pflegehelferin kommt zum Dienst und findet vor:
- Bew. liegt am Fussende des Bettes
- Das Bettgitter ist unten - Sturzgefahr
- meine Wenigkeit kommt von meinem WB, lässt FSJ`lerin alleine auf dem WB, hilft die Bew. hochzuziehen
- Bettgitter beim verlassen des Zimmers hoch gestellt

Was ist daran falsch?

Belehrt mich eines besseren, liebe RettungsdienstkollegInnen, ich bin der Meinung, dass ihr in diesem Falle doch kurz das Bettgitter hoch stellen könntet???
Ihr bekommt auch gerne eine Einweisung, aber einfaches hochziehen reicht eigentlich .
Und wenn ihr eine Bewohnerin umlegt, dann legt sie doch bitte auch gleich höher ins Bett und nicht ans Fussende.

Ich gehe immer davon aus, dass ich so was auch nicht möchte und ihr doch sicher auch nicht, oder?

Sicher, die Kollegen vom Rettungsdienst wollten schnell aus ihre Schutzanzügen raus, dass verstehe ich auch. Doch überlegt mal, wie lange das Pflegepersonal darin stecken muss um die Bewohner zu versorgen und das bis zu 10x in einer Schicht.

So, und nun bin ich offen für Kritik und Anregungen  oder sonst was .
Bis dahin, LG
die Blutgräfin

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Sonntag, 11. Januar 2009
Wann wird die Kommunikation endlich besser?
Von 24hAltenpflege, 11:59

Ich habe gerade beim Altenheimblogger folgendes gelesen (direkt Link zum Beitrag) und möchte nun hier auch noch mal meinen Kommentar dazu abgeben :

Möchtegernmediziner
Eine Bewohnerin ist ansprechbar, aber merkwürdig drauf, antwortet auf Fragen, man weiß nicht sicher ob sie es aber wirklich versteht was man fragt.
Vitalfunktionen und Blutzucker im Normbereich.
Anruf beim Hausarzt, der auch nach 20 Minuten eintrifft, das ist relativ schnell für einen Samstag.
Hausarzt will sich nicht festlegen, also schreibt er eine Einweisung in das Krankenhaus, mit Verdacht auf einen Schlaganfall, sicher ist er sich überhaupt nicht.
Der angefunkte Malteser Hilfsdienst kommt um die Frau zu transportieren mit einem Rettungsassistenten und einem Zivi oder Lehrling, keine Ahnung.
"Kann ich mal den Einweisungsschein sehen?"
"Na klar."
"Boah, Verdacht auf Apoplex, hat der Hausarzt keine weiteren Maßnahmen hier eingeleitet, sie liegt ja nur im Bett."
"Wie Du siehst hat er nix gemacht, deshalb soll sie ja in das KH."
"Also das verstehe ich nicht, ich hätte dieses das jenes und sogar welches gemacht."
"Dann machste das in deinem neuen Leben, kann mich nicht erinnern das Du Medizin studiert hast, von dem ganzen Gerede kommt die Frau auch nicht schneller ins KH."
"Ich werde ja wohl noch meine Meinung sagen dürfen."
"Aber bitte nicht mir, mich interessierts nicht, wenn der Doc sagt sie soll so in das Krankenhaus dann soll das so sein."
Liebe "Kollegen" vom Rettungsdienst:
Was bringt mir so ein gesülztes Gerede? Richtig, nichts. Die Mitarbeiter vom Altenheim arbeiten nach Anordnung vom Arzt.
Wenn der Arzt sagt sie sollte so in das Krankenhaus ohne weitere Maßnahmen, dann soll es wohl so sein.
Damit will ich nicht alle Mitarbeiter vom Rettungsdienst angreifen, unsere Spezies haben aber wohl alle zu viele Unfälle erlebt und diese nicht verarbeitet oder sind frustriert im Job, ansonsten kann ich mir das ständige Gemaule nicht erklären.
Jeder sollte seine Arbeit machen, ob Arzt, Pfleger oder Rettungsassistent/sanitäter.
An der Situation in dem Moment kann eh keiner was ändern, warum also immer um den heißen Brei reden?

 

Leider ist das Verhalten der KollegInnen in Notfällen nicht sehr beispielhaft und ich bekomme es mit der Angst zu tun.

Grund sind mangelnde Kentnisse in der EH und das richtige Verhalten bei Notfällen.

Mein Arbeitgeber veranstaltet zwei mal im Jahr eine FoBi Notfallmanagment. Zum Teil ist es echt beschämend, was da für Fragen etc. kommen.

Für mich ist es gar keine Frage micht in Sachen EH und Notfallmanagment fortzubilden.
Doch leider sehen das die viel zahl der Kollegen nicht so. Und wenn dann was passiert, dann rufen sie gleich nach einem oder stehen untätig und fragend rum.

Und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen ;), wer hatte eigentlich den MHD angerufen?
Bei uns läuft es so, dass wir den Transport bestellen. Da bei uns auch die Koop. Krankentransporte fährt kommen nur RTW`s und auch 2 RA`s. Im falle eines Falles hätten diese nachalamiert. Wobei bei einem Anruf in der IRLS und Anforderung eines Krankentransportes auch gleich die Diagnose genannt wird, nämlich in diesem Fall v.a. Apoplex.
Irgendwie scheint da ja was total schief gelaufen zu sein *grübel*.

Ich hätte dem vom MHD noch einen Kaffee angeboten ;) dann hätte er von alleine gemerkt, dass du der falsche Ansprechpartner warst :-).

Leider passiert es immer wieder, dass Hausärzte fragwürdige Diagnosen stellen und das Rettungsdienstpersonal regelmässig mit dem Kopf schüttelt.
So wie bei unserer Bewohnerin mit V.a. Subdorales Hämatom. Da durfte ich mir auch erst mal von den RA`s anhören, wie unfähig teilweise die Ärzte sind, die den Einweisungsschein ausstellen.
Ich höre mir das an, doch ändern kann ich als PFK daran auch nichts.

Für mich gehört die Kommunikation einfach dazu und wenn die Kollegen vom Rettungsdienst mal Dampf ablassen wollen, sollen sie es tun. Ich weiss ja, dass sie mich nicht persönlich damit angreifen.
Aber eine Bitte hätte ich dann doch, nicht vor dem Bewohner bzw. Patienten. Die sind meist eh schon verunsichert wenn die RA`s kommen und wenn sie dann noch so was mitbekommen .

Mir bleibt jetzt nur noch zu sagen, kommuniziert miteinander. Redet mit den Ärzten und auch mit dem Rettungsdienstpersonal genau so wie mit KollegInnen. Wenn etwas unklar ist, einfach nach fragen.

Und letzten Endes, Nobody is perfect !

Liebe Grüsse, die Blutgräfin

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